Operation Rotkohl - Flugnavigation

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"Operation Rotkohl" ist kein Kochbuch.

 
Sinsheim-Hoffenheim. Bereits im April dieses Jahres erschien ein Roman von Jürgen Strobel aus Sinsheim mit dem Titel "Operation Rotkohl", dessen Handlung im Wesentlichen im Rhein-Neckar-Raum spielt.

Nach dem Ende seines aktiven Berufslebens schrieb er  drei Jahre an diesem 272seitigen Werk.

Mit dem Untertitel "Der Geist in der Flasche", der den eigentlichen Inhalt des Buches besser trifft, erfüllte er sich damit selbst einen lang gehegten Wunsch.


Bei  einem tragischen Flugzeugabsturz eines fast neuen Doppeldeckers am 22. März 2000 in der Nähe von Speyer verlor der Autor zwei seiner besten Freunde. Dieser Unfall bereitete ihm viele schlaflose Nächte, da eigentlich er selbst in diesem Flugzeug sitzen sollte. Nur durch einen Zufall war es ihm an diesem Tag nicht möglich, als Copilot mitzufliegen. Die Unfallursache wurde bis heute nicht restlos aufgeklärt. Mit diesem Buch wollte er primär den beiden getöteten Fliegerfreunden ein bleibendes Andenken setzen, dieses Ereignis aufarbeiten und für sich selbst abschließen.

Der Autor arbeitete als Technischer Assistent im Kirchhoff-Institut für Physik in Heidelberg. Nach dem Motto: "Das Leben schreibt die besten Geschichten, zumeist aber auch die traurigsten" ließ er diesen Flugzeugabsturz, den mysteriösen Tod eines seiner Institutskollegen, der im Neckar ertrank, ein umstürzendes Baugerüstes, das ihn fast in seinem Auto erschlug, sowie weitere, durchaus auch angenehme, eigene Erlebnissen in einen Wirtschaftskrimi einfließen, dessen durchgehende Handlung allerdings frei erfunden ist. Diese spielt im Wesentlichen im Rhein-Neckar-Raum, zieht sich jedoch gegen Ende des Buches quer über ganz Deutschland und endet auf einer fernen Insel.

Das Buch, das fast zeitgleich und nicht beabsichtigt zur Reaktorkatastrophe von Fukushima erschien, beschreibt den erfolgreichen Versuch zweier Physiker aus Heidelberg, mit der sogenannten "Kalten Kernfusion" das Energieproblem der Welt zu lösen. Doch niemand glaubte, dass dies gelingen könnte. Bis auf die Ölmagnaten aus dem Osten. Die sahen den Export ihres Erdöls und Erdgases ernsthaft gefährdet, sollte diese Entdeckung den Markt erobern. Daher war ihr Interesse an dieser Entwicklung so groß, dass sie sogar vor der Ermordung der beiden Wissenschaftler nicht zurückschreckten, um an das Experiment und seine Unterlagen zu gelangen. Doch zunächst mussten sie erst einmal das versteckte OROKO-Labor finden, in dem das Experiment stattgefunden hatte. Denn dieses Geheimnis hatte einer der getöteten Physiker gerade noch rechtzeitig vor seinem Tod in einem testamentarischen Brief seinen beiden besten Freunden anvertraut.
Um das Experiment vor den russischen Oligarchen zu retten, sollten es diese beiden Freunde zur Europäischen Kommission nach Brüssel überführen, in der eine Vertrauensperson der Getöteten einen hohen Posten bekleidete. Mit einer spektakulären Jagd durch die Katakomben unter den Instituten der Universität Heidelberg im Neuenheimer Feld, durch den Kraichgau und anschließend in einem Motorsegler über fast ganz Deutschland waren sie ihren Verfolgern immer eine Nasenlänge voraus. Durch einen genialen Trick und dem anschließend scheinbaren Verlust der brisanten Fracht führten sie ihre Verfolger völlig in die Irre.

Wer also für die immer länger werdenden Abende noch ein Buch für sich selbst oder als Geschenk sucht, ist mit dieser Symbiose aus Krimi, Autobiografie und Interessantes über die Fliegerei bestens bedient.

Erhältlich als Taschenbuch oder Amazon Kindle Edition.

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